Am nächsten liegt mir eine derartige Schaffensweise, wenn ich mich innerlich in den Charakter und die Vorstellungen von Klienten einfühlen kann und wenn ich imstande bin mich auf den Ort und seine verschiedenen Qualitäten einzustimmen. Genauso wie sich die menschliche Dimension in mehrere Ebenen gliedert, gilt dies auch für die Orte. Es handelt sich um geistig-seelische, astralische, vitale und physische Qualitäten des Lebens. Vor dem Baubeginn beschäftige ich mich ausführlich mit jedem des erwähnten Niveaus. Ich bilde mir dadurch genaue Vorstellungen von der Qualität des Ortes.
Damit die Architektur die Menschenseele kultivieren und entwickeln kann, sollte sie immer aus einem intuitiv lebendigen Schaffen hervorgehen und die Naturordnung widerspiegeln.
In meiner Schaffensweise berücksichtige ich die Folge der Ereignisse, die jedes Vorhaben begleiten. Ich beobachte, was sich auf dem Grundstück abspielt, berücksichtige den Naturell des Kunden sowie die Geschichte der Entstehung des Auftrages. Die Nachempfindung dieser Qualitätsmerkmale spiegelt sich in meinen Vorschlägen auf der geistig-seelischen und gefühlsmäßigen Ebene jedes Projektes wider.
Für die Klienten, die daran interessiert sind, baue ich verschiedene Ritualarten ein, die in Bezug zu den betroffenen Orten und Bauobjekten stehen. Es handelt sich um eine bewusste Entwicklung der positiven tieferen Einstellung zum Auftrag. Es sind Rituale wie der Ausdruck der Aufmerksamkeit gegenüber dem Ort oder die feierliche Legung des Grundsteines. Sorgfältig wähle ich die verwendeten Materialien aus. Das Bauholz lasse ich nach dem Rhythmus der Sonnen- und Mondphasen fällen. In die Rituale wird von mir auch die Danksagung den Baumaterialien und der Ausdruck des Respekts vor dem Ort einbezogen.
Die Zusammenarbeit mit all den Menschen, die klare Vorstellungen über die zukünftige Leistung haben, freut mich wirklich. Genauso kann ich aber bei der Entwicklung der Ideen auch denjenigen gerne behilflich sein, die noch nicht eine klare Vorstellung haben. Um den Klienten seine Vision über das zukünftige Vorhaben spielerisch, einfach und mit Freude interpretieren zu lassen, nutze ich als eine der Schaffungsmethoden die Modellierung des künftigen Bauvorhabens aus Tonerde aus. Es ist eine einfache Methode für alle, die nicht zeichnen können und die auf diese Weise doch die Möglichkeit haben, ihre Ideen über das Haus, seine Lage auf dem Grundstück oder die grundlegende Gestaltung der Möbel in den Innenräumen zum Ausdruck zu bringen.
Nachdem das Tonerdemodell fertig ist, arbeite ich an seiner Entwicklung während der gestalterischen Projektphase, die sich auf die Erstellung der architektonischen Studie bezieht, weiter. Während dieser Projektphase werde ich mich mit Ihnen ein paar Mal treffen und Ihnen Skizzierungen und Vorschläge unterbreiten, die ich auf der Grundlage des Modells ausgearbeitet habe. Mit der Zeit wählt kann so der Klient eine für ihn am meisten akzeptable Variante auswählen. Das Zusammentreffen und das gegenseitige Zuhören werden auch während der nachfolgenden technischen Projektstufen sowie während der Objektüberwachung durch den Planer fortgesetzt.
Damit die Architektur die Menschenseele kultivieren und entwickeln kann, sollte sie immer aus einem intuitiv lebendigen Schaffen hervorgehen und die Naturordnung widerspiegeln. Deshalb unterhalte ich mich mit jedem Klienten über die Prinzipien der Naturordnung und berücksichtige sie in meiner Arbeit.
Nachfolgend werden einige Beispiele vorgestellt, die unsere Vorgehensweise bei verschiedenen Projekten interpretieren.
Anfertigung eines Tonmodells während der Ausarbeitung eines Vorschlages für das Heim für geistig behinderte Menschen in der Gemeinde Slapy. An den gestalterischen Arbeiten haben auch die Mitglieder der gemeinnützigen Organisation Portus teil genommen, von denen ich den Auftrag erteilt bekommen habe (2006). Da man bei der Konzeption des Modells eine Übereinstimmung fand, verliefen die nachfolgenden Projektphasen reibungslos.
Das gemeinsame Ritual des Ausdrucks der Aufmerksamkeit gegenüber dem Platz, der auf dem Grundstück für den Bau eines Heimes für geistig behinderte Menschen in der Gemeinde Slapy vorgesehen ist. Beteiligt waren die zukünftigen Bewohner des Heimes gemeinsam mit ihren Pflegern.
Das Ritual des Ausdrucks der Aufmerksamkeit gegenüber dem Platz, der auf dem Grundstück für den Bau eines Heimes für geistig behinderte Menschen in der Gemeinde Slapy vorgesehen ist. Anzündung und Opferung einer Duftkerze dem Ort. An diesem Ritual waren mit einer fröhlichen inneren Aufmerksamkeit sowohl die Heimbewohner, als auch die Pfleger beteiligt.